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Bewegung trägt erheblich zu einer gesunden körperlichen, geistigen und psychosozialen Entwicklung von Kindern bei. Während sich die Generation 30+ noch auf Bolz- und Spielplätzen zum Raufen, Toben, Klettern oder Ballspielen getroffen hat, verbringen die Kids heute ihre Freizeit in den eigenen vier Wänden – und dort zumeist am liebsten vor der Spielkonsole. Für Fußballer bedeutet dies zum Beispiel: Der Ball wird nicht mehr per Fallrückzieher, sondern per Druck auf den Controller virtuell ins Tor befördert.

Sport verbindet aber auch, schafft Zusammenhalt und ist gelebte Integration. Sport bringt gerade Kinder und Jugendliche zusammen, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status, ob mit oder ohne Behinderung. Die Corona-Pandemie mit ihren aktuellen Einschränkungen forciert den bedenklichen Trend an Bewegungsmangel*genauso wie die Einengungen der sozialen Kontakte und Entwicklung.

Mit der geplanten Spaß- und Bewegungsfreizeit möchten wir den „unterbewegten“ Kindern und Jugendlichen, die sich im monatelangen Lockdown weder im Verein noch in der Schule oder mit Freunden austoben konnten, im Borussen-Ferienpark ein offenes Angebot schaffen, gerade auch für diejenigen die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in den Sommerferien verreisen können, um sich mit Spaß bewegen und in einer Wohlfühlatmosphäre ihre sozialen Kontakte wieder vertiefen können. Innerhalb dieser Ferienfreizeit ist sowohl ein Inklusionstag sowie Angebote rund um das Thema Integration geplant.

* Bewegungsmangel kann sich sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen auswirken. Auf physischer Ebene ist Bewegungsmangel ein Risikofaktor für Erkrankungen wie Übergewicht, Störungen im Fettstoffwechsel, Bluthochdruck, erhöhter Blutzuckerspiegel. Darüber hinaus kann es zu einem Abbau von Muskulatur und in der Folge zu Schäden am Knochen- und Gelenkapparat kommen. Auf psychischer Ebene sind Veränderungen möglich, die sich negativ auf die Stimmungslage auswirken und so zur Entstehung einer Depression beitragen. Ebenso möglich ist eine Verringerung des Selbstwertgefühls. Doch gerade auch soziale Aspekte, die oftmals eng mit dem Sporttreiben - zum Beispiel im Verein - verknüpft sind, wirken sich auf die psychische Gesundheit aus. Fallen soziale Kontakte dieser Art weg, ist das so wichtige psychische Wohlbefinden in Gefahr.