Eine Mannschaft mit zwei Gesichtern

- 17.11.2019
Zum letzten offiziellen Spieltag der Hinrunde traf Borussia II zu Hause auf den Mitkonkurrenten im Tabellenmittelfeld Altenberge. Personell immer noch stark dezimiert, gingen die Hausherren in einem neuen 4:1:4:1 System ins Spiel und fanden bei frischen 3 Grad die ersten 20-25 Minuten gut zueinander. Das Spiel war geprägt von gutem Stellungsspiel, positiver Stimmung im Team, guter Defensivarbeit und Akzenten nach vorn. Zu dem Zeitpunkt deutete noch Nichts auf ein Torspektakel, wie man es eigentlich nur vom Handball kennt, in diesem Ausmaße hin. Das erste Gesicht also…
Als in der 25. Minute der TuS aus spitzem Winkel im Fünfmeterraum die Führung erzielte, zeigte sich wie aus heiterem Himmel das zweite Gesicht der DJK. Die Stimmung kippte, Unstimmigkeiten im Verbund, hängende Köpfe und eine dadurch zunehmende Unsicherheit machte es dem TuS relativ einfach drei weitere Tore noch vor der Halbzeit (insgesamt innerhalb von 15 Minuten!) nachzulegen. Geschockt und völlig demotiviert retteten sich die Hausherren in die dringend benötigte Pause. Viel konnte man nicht mehr verlieren, also setzte der DJK wieder das erste Gesicht auf und ging fulminant in die zweite Hälfte. Wohlbemerkt ohne Wechsel oder Systemumstellung! Endlich belohnte man sich mit zwei schnellen Toren und fand den Anschluss. Es lag in der Luft das Spiel sogar noch zu drehen. Lauffreudig, spielintelligent, einsatzbereit und defensiv geordnet spielten die Gastgeber den geschockten TuS an die Wand. Selbst das überraschende 5. Tor der Gäste, zur erneuten Drei-Tore-Führung, ließ die DJK nicht aufhören weiter Druck zu machen. Auch hier fand man schnell die passende Antwort zum zwischenzeitlichen 3:5. Es waren ja noch 30 Minuten zu spielen, also weiter Vollgas. Ein nicht gegebenes Tor nach einer Ecke, ein misslungener indirekter Freistoß am Fünfmeterraum an den Außenpfosten und weitere Schussmöglichkeiten machten Hoffnung auf mehr als nur eine knappe Niederlage.
Doch leider machte die DJK den Altenbergern es 10 Minuten vor Schluss erneut leicht den alten Vorsprung wiederherzustellen, womit es um die junge Bertels-Elf geschehen war: Schlag auf Schlag wurden getreu dem Motto: „Jeder Schuss ein Treffer“, drei weitere Tore seitens des TUS erzielt. Den Schlusspunkt aber setzte Jannis Remke mit dem wohl schönsten Tor des Spiels (der Saison!), einem 25-Meter Hammer aus dem Halbfeld in den Winkel. Nur darüber freuen konnte sich in der 90. weder der Schütze noch der Rest des Teams so richtig, denn nun war Schluss und die Ratlosigkeit, wie man sich wiederholt 4 Tore in einer Halbzeit einfangen konnte, wieder da...













