Richtungsweisender Schritt für den Verein: Jochen Klosa geht in die Hauptamtlichkeit
Haben in der vergangenen Woche Nägel mit Köpfen gemacht. Jochen Klosa (2. v.l.) hat seinen Arbeitsvertrag für die hauptamtliche Stelle im Verein im Beisein von den Vorsitzenden des Vereins (v.l.) Mortimer ehrend, Irmhild Venschott und Ralf Speer unterschrieben.
- 03.07.2022
Aufgrund der gesellschaftlichen Herausforderungen und den stetig wachsenden Anforderungen für Sportvereine beschäftigte sich der geschäftsführende Vorstand seit Mitte 2020 in vielen Sitzungen und Gesprächen mit der Zukunftssicherung des Vereins. Fachmännischen und qualifizierten Rat zum Thema „moderne Vereinsstrukturen“ holte man sich u.a. auch in einem entsprechenden Workshop, der durch einen kompetenten Berater vom Landessportbund NRW durchgeführt wurde.
Ergebnis: Eine Entwicklung und Umsetzung einer Neuorganisation des Vereins ist zwingend notwendig, gerade bei den Organisationsstrukturen. Dies einhergehend mit der Erstellung von Leitfäden und Organigrammen für den Gesamtverein und den Abteilungen. Des Weiteren muss man den Schwund an Ehrenamtlichen entgegentreten, diese unterstützen und entsprechend entlasten und zwingend weitere Mitglieder/Personen zur Mitarbeit begeistern, gerade im Bereich der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen. Auch müssen zur Vereinsentwicklung entsprechende Sportangebote für alle Altersklassen geschaffen, die Infrastruktur des Vereins verbessert und an kreativen Sportstättenlösungen gearbeitet werden.
Allen am Prozess beteiligten Personen war abschließend klar, dass dies den bereits überdermaßen belasteten Ehrenamtlichen neben ihren Berufen nicht mehr zumutbar ist. So entschloss man sich in diesem Gremium einstimmig, dass man für diese Aufgaben einen hauptamtliche Stelle schaffen muss und hat dafür den seit 35 Jahren ehrenamtlich im Verein arbeitenden Jochen Klosa ab dem 01. Juli für diese Position gewinnen können.
Er verantwortet ab sofort die Bereiche Sport und Kommunikation und ist hier Bindeglied zwischen Vereinsvorstand und allen Abteilungen bzw. Sportgruppen und zuständig für die Leitung, Steuerung, und Koordination des Sports im Verein sowie für die Unterstützung der Angestellten, Übungsleiter*innen und Trainer*innen, gerade für die Fußballabteilung, in der knapp 500 Jungen und Mädchen aktiv sind, und die eine der größten im Kreis ist. Ebenso verantwortlich für die Gewinnung und Bindung von zusätzlichen ehrenamtlichen MithelfernInnen. Des Weiteren wird er u.a. die Öffentlichkeitsarbeit, das Marketing sowie Planung und Umsetzung von vereinseigenen Events und Veranstaltungen, die er seit Jahren bereits ehrenamtlich kompetent begleitet hat, weiter forcieren.
Jochen Klosa zu seiner Einstellung: „Vorab möchte ich beim Vorstand für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken und für den Mut das wir in die sportliche Entwicklung des Vereins investieren. Dies ist uns möglich, da wir im Bereich der Verwaltung ehrenamtlich top aufgestellt sind und hier aktuell keine hauptamtlichen MitarbeiterInnen im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen benötigen. Ich freue mich riesig und kann es kaum erwarten das es endlich los geht. Für mich ist das mehr als ein Job, eine Herzensangelegenheit. Die Aufgaben mit Sportsozialarbeit, Ferienfreizeiten, Integrationsangeboten sowie Mentoring- und Nachhilfeprogrammen für Kinder und Jugendlichen sind herausfordernd, ebenso die konzeptionelle Weiterentwicklung der Sportangebote, insbesondere mit den Schwerpunkten: Frühkindliche Bewegungsförderung, Gesundheits-, Reha- und Seniorensport. Auch die strategischen Kooperationen/Partnerschaften mit Kitas und Schulen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Jetzt heißt es, Ärmel hochkrempeln und los geht‘s“.
Vorsitzender Mortimer Behrendt: „In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger ehrenamtliche Helfer zu finden. Ohne das Ehrenamt geht es aber nicht. Ich glaube, dass es sinnvoll ist, Ehrenamtlichkeit und Hauptamtlichkeit zu verbinden, um den Verein zukunftssicherer aufzustellen und neue Strukturen zu erarbeiten. Wir haben eine große soziale Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, insbesondere gegenüber unseren minderjährigen Mitgliedern. Die Erarbeitung zukunftssicherer Strukturen benötigt Zeit und „Know how“. Mit Jochen als hauptamtlichem Mitarbeiter gehen wir gemeinsam den ersten großen Schritt“.
2. Vorsitzende Irmhild Venschott: „Die Aufgaben im Verein werden immer komplexer und sind im Ehrenamt neben dem Hauptjob kaum mehr leistbar. Um Borussia Münster zukunftssicher aufzustellen, haben wir uns für den Weg der Hauptamtlichkeit entschieden. Mit Jochen haben wir einen sehr engagierten und top motivierten Borussen gefunden, der verschiedene Themenfelder abdecken und uns EhrenamtlerInnen ab sofort entlasten wird".
2. Vorsitzender Ralf Speer fügt ergänzend hinzu: "Mit dem Schritt in die Hauptamtlichkeit haben wir als Borussia Münster die Weichen in Richtung Zukunft optimal gestellt.














